Set-Dancing – Irischer Volkstanz

Set-Dancing ist in Irland seit dem 16. Jahrhundert populär, obwohl lange Zeit irischer Volkstanz unterdrückt und öffentlich nicht zugelassen war.  (⇒ Geschichte)

Set-Dancing, als ein "zeitloser Ausdruck der Heiterkeit und Kreativität" beschrieben, wurde hauptsächlich von der Landbevölkerung getanzt. Die Sets (Tänze) wurden von Generation zu Generation weitergegeben bis später Tanzlehrer die alten Traditionen unterrichteten.
Im 19. Jh. trafen sich die Tänzer auf öffentlichen Plätzen zu den Crossroad Dances. Später wurden kleine Veranstaltungen in Privathäusern, Küchen und Scheunen veranstaltet, die House Dances. Dabei geht es vor allen Dingen um Lebensfreude, Musik und Geselligkeit.
Seit  Mitte des 20. Jh. erfreut sich Set-Dancing in Irland  sowie weltweit großer Beliebtheit.

Festgelegte Schritte werden in einer bestimmten Folge von Figuren, den Settänzen, getanzt. Einige sind schnell erlernbar und unkompliziert. Reels, Polkas und Hornpipe muss man noch nicht beherrschen, deshalb können Anfänger und Fortgeschrittene miteinander tanzen. Einzelpersonen, Paare und Gruppen finden sich in Sets zu je vier Paaren zusammen.
Die mitreißende Musik geht sofort in die Beine und das 1,2,3-Tanzen ist einfach wie Laufen.
Das Alter spielt keine Rolle. Sprünge und Steppschritte wie im Riverdance kommen nicht vor.

Irish Music: "Tamlin" (3'22'')